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Themen und Texte nach dem Plan für den Kindergottesdienst

 

Januar

In Angst und Verzweiflung nicht allein (Markus 4,35-41)

s. Einheit 1/2010

 

Kinder kennen das Gefühl, alleingelassen zu sein. Sie haben Angst erlebt, sie erleben Angst. Sie kennen Situationen, die den Existenzgrund erschüttern. Kinder erleben Aussichtslosigkeit und die Vergeblichkeit von Bemühungen, diese Situation zu verändern.

Sie erfahren, wie Menschen erleben, dass Jesus Christus in Sturm und Nacht mit uns im Boot ist und uns treu zugewandt bleibt - bis zum Tod und darüber hinaus.

 

 

Februar

Gott sei Dank gibt es den Sonntag (1.Mose 2,3 u. 2. Mose 20,8-10)

 

Wir feiern den Sonntag als ein Geschenk, das Gott den Menschen macht – ein gesegneter Tag, ohne den die Schöpfung unvollständig wäre. Ein Tag, der die Chance bietet, eine Pause zu machen und Atem zu schöpfen.

 

 

März

Stark! (Markus 14, 66-72)

s. Einheit 4/2010

 

Die Personen der Passionsgeschichte sind nicht nur grausame Täter oder wehrlose Opfer. Manche zeigen überraschendes Verhalten. Petrus ist nicht nur der Verleugner seines Herrn, sondern auch einer, der den Mut hat, Jesus bis an den Rand des Folterkellers zu folgen. War die Verleugnung Feigheit oder Klugheit? Er ist großmäulig - und kann weinen. Sind seine Tränen Zeichen von Schuld oder Wut über die Ausweglosigkeit?
Wir lassen die verschiedenen „Stimmen“ des Petrus zu Wort kommen, wir untermalen sie mit Musikinstrumenten. Wir schreiben die verschiedenen Stimmungs-Stichworte auf Zettel und gestalten sie paarweise und zu einem Gesamtbild. Wir nehmen den Zettel mit dem Stichwort, das wir am meisten benötigen, mit nach Hause.

Die differenzierte Wahrnehmung einer Person hilft gegen schnelle Schwarz-weiß-Malerei. Auch wir selber, Kinder wie Erwachsene, kennen uns als vielfältig in unseren Stimmungen und Verhalten. Gottes Liebe gilt uns jederzeit als ganzem Menschen.

 

 

April

Unglaubliche Ostern! (Markus 16,1-20)

Siehe Einheit 5/2010

 

Mit den Kindern einen Spaziergang auf den Friedhof machen, und nach Symbolen, Bibelworten, Zitaten usw. auf den Grabsteinen suchen.

Für einen Austausch mit ihnen über ihre Eindrücke, Beobachtungen und Fragen sollte Raum sein.

Die Auferstehung feiern mit einem guten „Osterfrühstück“ und einer anschließenden Ostereier-Suche.

 

Mai

Gottes Geist verlässt uns nicht (Johannes 16,16-22)

s. Einheit 7/2010

 

Auch wenn der auferstandene Jesus nicht mehr da ist, hat er seine Jünger und Jüngerinnen nicht verlassen. Er sendet den Heiligen Geist, der uns hilft, uns an Jesus zu erinnern und darauf zu vertrauen, dass Gott mit seiner verwandelnden Kraft – auch in Traurigkeit und Angst- bei uns ist. Im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes steht die Pfingstfreude, die „niemand von euch nehmen“ soll (Johannes 16,22).

 

 

Juni

WM 2010 – Die Weltauswahl Gottes ist kunterbunt  (Apg.2, 1-13) 

s. Einheit 8/2010

Die Freude am Spiel, das Erleben von (hoffentlich) friedlichem Wettstreit, von Erfolg und Misserfolg, von Körperlichkeit und Teamgeist – diese zentralen Erlebnisse beim eigenen (Fußball-)spiel und beim Zuschauen und Mitfiebern sollen im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes zur WM 2010 stehen. Wir feiern, dass Gottes guter Geist bewirken kann, dass auch fremde Menschen einander gut verstehen.

 

 

Juli

„Das Buch Rut“ – vom Brot des Lebens (Rut 1,1 – 4,22)

s. Einheit: 09/20

Kinder kennen die Erfahrung von Umzug und „in der Fremde sein“, wenn nicht am eigenen Leib erlebt, so doch aus Erzählungen anderer, z.B. von Kindern mit Migrationshintergrund. Außerdem gibt es viele Kinder, die an der sogenannten Armutsgrenze leben. Kindertafeln werden eingerichtet und Mahlzeiten in den Schulen bezuschusst. Rut ist in der Fremde und auf Nahrung und „Almosen“ angewiesen. Sie „überlebt“ durch tiefe Freundschaft, Gottvertrauen und geteiltem Brot. Treu steht sie ihrer Schwiegermutter in allem bei und umgekehrt. Wie in einem Märchen wird am Ende alles gut, Gott sei Dank, denn er sorgt dafür.

 

 

August

Klein aber oho!  (Mk 10,13-16)

s. Einheit 11/2010

Die bei den Erwachsenen  gering geschätzten Kinder  bekommen bei Jesus ganz persönliche
und spürbare Zuwendung. Ihre Freude wird als Beispiel für den wahren Glauben dargestellt und die Erwachsenen ihrerseits an Schutz und Fürsorge für die Kinder erinnert. Das Kleine  kommt groß raus bei Jesus, weil er Gottes Liebe besonders die Kinder spüren lässt.

 

Die Geschichte von der Kindersegnung eignet sich zum Erzählen aus der Perspektive einer Person, zur szenischen Umsetzung sowie zum Gestalten als Gemeinschaftsbild.

 

Kreative Aktionen:

Segnung jedes einzelnen Kindes durch Handauflegung und Segenswort, eventuell Verstärkung durch Kreuzeszeichen mit Salböl oder Wasser auf Stirn oder Hand. Segenssprüche können auf Karten geschrieben und schön gestaltet werden, eventuell auch als Geschenk für andere Kinder mitgeben.

Auf einem Plakat kann dargestellt werden, welche Wertschätzung Kinder in einer Kirchengemeinde haben (Kindergottesdienst, Kindergruppen, Kindertaufe etc) und welche Wünsche sie an die Erwachsenen in Kirche und ihrer Umwelt  noch haben.

 

 

September

Die farbenfrohe Schöpfung Gottes (1. Mose 1,28-2,4a)

s. Einheit 12/2010

Im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes steht das „Sehen“, „Loben“ und „Feiern“ von Gottes farbenfroher Schöpfung. Einzelne Elemente und ihre Farben laden uns zum Entdecken dieses wunderbaren Ganzen ein. So vielfarbig wie der Regenbogen ist Gottes Werk. So zart und zerbrechlich wie der Regenbogen ist Gottes farbenfrohe Schöpfung. Wir sind uns auch der Bedrohung und unserer Verantwortung für den Schutz der Schöpfung bewusst.

 

 

Oktober

Abendmahl - alle sind eingeladen

(Martin Luther und das Altarbild des Reformationsaltars der Stadtkirche in Wittenberg)

s. Einheit 13/2010

Am 31.Oktober feiern wir das Reformationsfest. Die zentralen Themen der Reformation werden durch das Altarbild des Reformationsaltars der Stadtkirche in Wittenberg von Lucas Cranach d.Ä. veranschaulicht. Die Kinder entdecken auf dem Altarbild die Grundlagen des evangelischen Glaubens (Bibel, Kreuz, Taufe, Abendmahl) und erfahren ihre Bedeutung für den Reformator  Martin Luther und die Gemeinschaft der evangelischen Christen. Im Mittelpunkt soll das Abendmahl stehen. Wer am Abendmahl teilnimmt, lässt sich von Jesus Christus einladen. Gott schenkt den Christen im Abendmahl Gemeinschaft und weltweite Zusammengehörigkeit. Alle sind eingeladen, auch die Kinder. Gemeinschaft ist konkret erfahrbar im Teilen von Brot und Wein. Das soll im gemeinsamen Feiern eines Abendmahles zum Ausdruck kommen.

 

 

November

Alles hat seine Zeit (Prediger 3,1-8; Matthäus 28,16-20)

s. Einheit 14/2010

Ausgehend von Prediger 3,1-8 entdecken die Kinder, dass auch ihr Leben von vielen „Polaritäten“ geprägt ist. In allem, was uns geschieht, dürfen wir darauf vertrauen, dass das Versprechen Jesu Christi, seinen Freundinnen und Freunden nahe zu sein, auch uns gilt.

 

 

Dezember

Freuet euch – der Herr ist nahe (Philipper 4,4-7)

s. Einheit 15/2010

 

Mitten in der hektischen Adventszeit entdecken Kinder biblische Adventshaltungen neu. In Paulus, obwohl er gefangen ist, weckt das nahende Wiederkommen Jesu Christi eine tiefe, nachhaltige Freude. Er ermutigt darum seine Gemeinde im Sinne Jesu zu einem sanftmütigen, linden Umgang miteinander.

Während der Erzählung entsteht ein besonderer Adventsstern, der von den Kindern für den Adventskranz zuhause nachgestaltet wird. Eine zeichenhafte Ermutigung, die evangelische Freude der Adventszeit auch als Familie miteinander zu teilen und zu feiern.

 

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